Die Sehenden I

Die Sehenden I

Ein Bild zu malen gleicht – auch – einer Reise.
Mir, dem Malenden und gleichsam staundenden Erst-Betrachter, tun sich im Schaffensprozess unablässig neue Welten auf.
Jeder Pinselstrich, jede neue Farbe, jede neue Schicht bringt neue Möglichkeiten hervor. Silhouetten, Landschaften, Himmelsansichten, Meere oder Wege tun sich auf.
Und unablässig fordern diese neue Entscheidungen! Soll das Malwerk ihnen zu oder über sie hinwegführen? Welche Entscheidung führt zum BILD?
Denn ‚bunt‘ allein genügt nicht! Es ist ein Ringen! Trotz Farben, Formen, Texturen und Ansätzen noch kein BILD!
Es will noch gesucht, gesehen und ermalt werden!
Tritt es dann hervor – das BILD – ist es beileibe noch nicht fertig (‚fertig‘ – welch‘ seltsames Wort …).
Bietet es denn, trotz seiner Gänze, schon genügend Winkel, Schrägen, verborgene Plätze, Klänge, Aspekte und Andeutungen?
Fesselt es?
Lockt es die Blicke der Betrachtenden, im Bild umherzuspazieren?
Ist auch bei der zehnten Wanderung im Farbenmeer Neues zu entdecken?
Mag mein Blick noch Muße finden?
Will jener Flecken noch Figur, Gesicht oder Baumgestalt sein? Lässt sich in diesen Farben auch ein Gebirgszug, Sturm oder Gebäudeteil entdecken?
Stimmt meine … und auch deine Seele ein?

Vielleicht.

Acryl auf Leinwand
80 x 130 cm
1100€

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