Von oben sieht alles nach Sommer aus. Ein paar Handtücher liegen wie kleine Inseln im Sand, ein Sonnenschirm wirft seinen Schatten, jemand genießt die Sonne – weit weg vom Alltag, scheinbar schwerelos. Es ist der perfekte Moment: warm, ruhig, unbeschwert.
Doch je länger man schaut, desto mehr bekommt diese Idylle kleine Risse. Der Strand wirkt nicht nur paradiesisch, sondern auch ein wenig verbraucht, fast wie eine alte Postkarte, die zu lange in der Sonne gelegen hat. Zwischen Erholung und Übernutzung bleibt eine leise Spannung. Der Mensch sucht die Natur – und hinterlässt dabei seine Spuren.
Vielleicht ist genau das der Sommer von heute: ein kurzer Traum von Freiheit, ein Platz in der Sonne, ein bisschen Flucht. Und gleichzeitig die Erinnerung daran, dass auch das schönste Paradies eine empfindliche Oberfläche hat.
Acryl auf Malkarton, Mischtechnik
70 x 50 cm, gerahmt
270€
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